Nieobecne / Abwesende - Tanz-Musik-Theater  
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„Du kannst wählen, / wo du sein oder nicht sein willst“ – so heißt es ermutigend in einem Gedicht der polnischen Literaturnobelpreisträgerin Wisława Szymborska. Zugleich aber führt der Titel des Gedichts diese Aufforderung zur Selbstbestimmung ad absurdum: „Labyrinth“. Denn wie könnte ein durch die unüberschaubaren Gänge eines Labyrinths irrender Mensch frei sein in der Wahl seines Ortes? Es sei denn, dass der Umherirrende sich gerade das Labyrinth zum Lebensraum gewählt hat, ständig auf der Flucht vor dem offenen Ausgang… Was wiederum keineswegs bedeuten muss, dass der freiwillige Gefangene des Labyrinths sich jemals zurechtfinden wird in seiner Wahlheimat…
 
So viele mögliche Wege es gibt, sich in Freiheit oder Gefangenschaft häuslich einzurichten, so viele künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten dafür bietet die neue Produktion von Bettina Rutsch: Chopin-Walzer spiegeln sich in polnischen Chansons, zeitgenössischer Tanz trifft inszenierte Lyrik.

Inszenierung/Choreographie/Darstellung: Bettina Rutsch
Gesang/Darstellung: Jola Wolters
Kontrabass/Percussion: Guido Bleckmann
Piano/Gitarre: Arne Wiegand
Lichtdesign: Dominyk Salenga

  Nieobecne / Abwesende - Taniec muzyka teatr

 „Nieobecne/Abwesende“ to tytul nowej dwujezycznej inscenizacji Bettiny Rutsch – tancerki i literaturoznawcy, która  jawi się pod znakiem współpracy z polsko-niemiecką piosenkarką Jolą Wolters oraz w klimacie spotkania z polską liryką i muzyką. Wspólnie z kontrabasistą Guido Bleckmannem, pianistą i gitarzystą Arne Wiegandem oraz designerem światła Dominykiem Salengą obie artystki kreują labirynt gry w przypływach i odpływach ról i przemiennych tożsamości. Obrazy o zagadkowości snu trafiają na trzeźwą rzeczywistość i niczym w nieskończoności walca dojście wydaje się równie niemożliwe jak odejście …

 

Premiera programu odbędzie się w sobotę, 17.4.2010 r. o godz. 20 w foyer operowym teatru w Duisburgu. Bilety w cenie 14,60 € / ulgowe 9 €, rezerwacja i sprzedaż pod numerem telefonu: 0203/3009-100 i telefaksu: 0203/3009-210 albo pod adresem servicebuero@theater-duisburg.de; przedsprzedaż również we wszystkich punktach przedsprzedaży „NRW-Ticket” oraz na stronie www.theater-duisburg.de Kolejne spektakle dnia 20 i 21.4.2010 r. o godz. 20

w teatrze „Orangerie - Theater im Volksgarten” w Kolonii; informacje na stronie: www.bettinarutsch.de lub www.jolantawolters.de

 
   
   
   
   
   
   
   
       
       
     
  Stadttheater Duisburg, Fotos: Hildegard und Peter Brill  
  Orangerie-Theater Köln, Fotos: Caterina Maier  
 
 
 
Das deutsch-polnische Tanz-Musik-Theater Nieobecne / Abwesende ist buchbar
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  P r e s s e  
 

Die ständige Suche nach Halt

"Nieobecne, Abwesende" vereint Polnisches und Deutsches, Tanz, Musik und Theater

Gesungene Poesie und zeitgenössischer Tanz gingen am Samstag eine Liaison im Stadttheater ein. Bettina Rutsch zeigte der Öffentlichkeit ihr jüngstes Projekt Nieobecne/Abwesende. Inspiriert vom Gedicht  "Labyrinth" der polnischen Nobelpreisträgerin Wisława Szymborska arbeitete die Duisburger Choreographin und Literaturwissenschaftlerin mit der polnisch-deutschen Chansonsängerin Jola Wolters an einem lyrischen Tanztheaterstück, das die Machtlosigkeit und Orientierungslosigkeit sowie die ständige Suche nach Halt und Heimat des modernen Menschen beleuchtete und ganz nebenbei auch noch einen Beitrag zum ChopinJubiläum lieferte. "Wir haben zwei Walzer von Frédéric Chopin mit drin" erklärte Bettina Rutsch den zufälligen Zusammenhang. Auch die gezielte Wahl der polnischen Texte und Lieder kann man als gelungenen Beitrag zum Kulturhauptstadtjahr verstehen. Mit der Auswahl wollte man den Menschen hier die polnische Kultur näher bringen: "Viele Menschen im Ruhrgebiet haben polnische Wurzeln und wissen nur wenig darüber." Außerdem diene das deutsch-­polnische Kunstprojekt als kreative Auseinandersetzung mit dem direkten Nachbarn. "Die Begegnung mit Jolanta Wolters und der gemeinsame Wunsch, ein Projekt zusammen zu machen, ließ mich auf die Texte stoßen" erinnerte sich Bettina Rutsch . Konsequent wurden die Lieder nur im Programmheft übersetzt, gesungen wurden sie im Original, mit der kräftigen, raumgreifenden, wunderschönen Stimme von Jola Wolters. Im Wechselspiel erfolgten die Tanzsequenzen, mit intensiver, aber sehr abstrakter Körpersprache im Stile des Ausdruckstanzes. Nicht alles erschloss sich da auf Anhieb. Jolanta Wolters lebt seit 14 Jahren in Duisburg. In Polen widmete sie sich schon früh ihrer Gesangskarriere, arbeitete mit bekannten Künstlern zusammen und gilt heute als eine der bekanntesten polnischstämmigen Chansonsängerinnen in Nordrhein-Westfalen. Sie singt auf Deutsch und auf Polnisch und kann als moderne Europäerin und Botschafterin der Kulturen verstanden werden. Auch Bettina Rutsch kann als Botschafterin der Künste betrachtet werden. In ihrem künstlerischen Schaffen stellt sie harmonische Verbindungen zwischen Literatur, Musik und Bewegung her. Ihre Choreographien wandeln gesprochene Worte in fließende Bewegungen des Körpers. Im vergangenen Herbst fingen die beiden Künstlerinnen mit der Recherche und der Gestaltung des Stücks an. Im Dezember schließlich stand das feste Gerüst. Seitdem wurden Details herausgearbeitet und fanden intensive Proben mit den Musikern Guido Bleckmann (Kontrabass, Percussion), und Arne Wiegand (Piano, Gitarre) sowie mit dem Lichtdesigner Dominyk Salenga statt.

WESTDEUTSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG Duisburg, 19. April 2010

 

 

 

Polnischer Abend mit Bettina Rutsch

Das war Zufall, dass der "polnische" Abend der vielfach bewährten Duisburger Tänzerin und Literaturwissenschaftlerin Bettina Rutsch in die Woche der polnischen Staatstrauer fiel. Ihr neuestes "Tanz Musik Theater" mit dem zweisprachigen Titel "Nieobecne/Abwesende" ging von polnischer Lyrik aus, nicht nur aus der Feder der LiteraturNobelpreisträgerin Wisława Szymborska. Seit 1994 entwickelt Bettina Rutsch ihre Produktionen, und wer ihre Entwicklung verfolgt hat (die RP berichtete), der staunte über eine Aufführung, die trotz der oft rätselhaften Texte kaum noch hermetisch ist, deren poetische Klarheit aber nicht weiterer Worte bedarf, um verstanden zu werden.

Da kommen die Darstellung, die Musik und nicht zuletzt der Tanz ins Spiel. Überflüssig zu betonen, dass diese Tänzerin längst eine eigene und unverwechselbare Synthese verschiedener Tanzstile von Ballett bis Butoh entwickelt hat. Ein Höhepunkt ist es, wenn Rutsch rezitierend und tanzend als "Der siebte Engel" von Zbigniew Herbert auftritt, "schwarz und nervös", mit einem Flügel. Das muss man erlebt haben! Überhaupt die sprechenden Kostüme, außerdem die kuriosen Requisiten wie ein Vogelkäfig und ein Umzugskarton, dem allerlei skurrile Gegenstände entnommen werden wie ein Stoffleguan, der auch mal mittanzen darf. Nicht zu vergessen die großartigen Mitstreiter: der Duisburger Kontrabassist Guido Bleckmann, der hochprofessionelle Lichtdesigner Dominyk Salenga, der Pianist und Gitarrist Arne Wiegand und nicht zuletzt die phänomenale, seit 14 Jahren in Duisburg lebende polnische Chansonsängerin Jola(nta) Wolters.

RHEINISCHE POST Duisburg, 20. April 2010

 

 
     
  T e r m i n e:  
 
 
 
Nieobecne / Abwesende
Tanz-Musik-Theater
Gefördert durch die Stadt Duisburg
 
Premiere
17. April 2010, 20:00 Uhr
Theater Duisburg
Opernfoyer
Opernplatz (Neckarstr. 1),
47051 Duisburg
 
www.theater-duisburg.de
Karten an der Abendkasse
Eintritt Duisburg: 14,60 € / 9 € ermäßigt
 
 
 
 
20. April 2010, 20:00 Uhr
 
Orangerie
Theater im Volksgarten
Volksgartenstr. 25,
50677 Köln
www.orangerie-theater.de
Eintritt: 15 € / 9 € ermäßigt
 
 
 
 
21. April 2010, 20:00 Uhr
 
Orangerie
Theater im Volksgarten
Volksgartenstr. 25,
50677 Köln
www.orangerie-theater.de
 
 
 
   

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