Was macht uns als Menschen aus? Wo gehören wir hin? Existenzielle
Fragen, die unser Leben begleiten, besonders dann, wenn dieses Leben
Wendungen erfährt, mit denen wir erst einmal fertig werden müssen. Wenn
wir uns in der neuen Heimat wiederfinden müssen. Wir suchen nach
Konstanten in unserem Leben und finden diese oft in der Musik. Sie
begleitet uns das ganze Leben lang. Im Guten wie im Schlechten. Ein paar
vertraute Töne, ein paar Melodiefetzen und schon leuchten Bilder aus der
Vergangenheit in unseren Köpfen auf. Sie sind auch Erkennungszeichen, an
denen wir Menschen, die mit uns die Vergangenheit teilten, ausmachen.
Im ihrem Programm „Solange die Musik in uns spielt“ führen uns die
Künstler an die polnischen Schicksale und auch die polnische
Wahrnehmungsart liebevoll und bedächtig heran – doch nicht ohne
Temperament und stärkere Töne. Die sorgsam ausgewählten Lieder schaffen
nicht nur eine unvergessliche Stimmung, sie geben Hinweise, setzen
Akzente, sie helfen uns die Menschen zu verstehen, die seit Jahren
unsere Nachbarn sind. Denn Polen haben eine spezielle Art, mit ihrer
ganz privaten Vergangenheit und der neuen Gegenwart – mit Liebe und
Sehnsucht und mit der Lust am Leben – umzugehen. Diese wird uns
musikalisch und poetisch auf eine beeindruckende Weise vorgeführt. Und
sie reißt uns mit. Denn Sie werden es nicht einmal merken, wie schnell
Sie in den Bann der faszinierenden Stimme von Jola Wolters gezogen
werden. Sie werden die poetischen Passagen von Michal Nocon in sich
aufnehmen und sogleich erleben, was es heißt, wenn Polen zum Tanzen
auffordern, zur Musik, die Sie nicht kennen, die Ihnen aber irgendwie
bekannt vorkommt. Denn es ist die wahre Musik, sie kommt direkt aus dem
Bauch, es ist die Musik des Lebens. So lange sie in uns spielt.
Einführung/Moderation Thomas Wolters
Akkordeon Ruthilde Holzenkamp
Gitarre Arkadiusz Bleszynski
Inszenierung/Darstellung Michal Nocon
Gesang/Darstellung Jola Wolters
Gefördert
durch den Beauftragten für Kultur und Medien
und das
Polnische Konsulat
.
.
Fotos: Thomas Wolters, Mikołaj & Ewa Misiak, Janeta Seifert
T e r m i n e:
Premiere
10. Juni 2011, 20:00 Uhr
Europäisches
Kulturzentrum IGNIS
Elsa-Brändström-Straße 6
50668 Köln
Tel.:
0221-725105
17. Juli
2011, 12:00 Uhr
Gartensaal
Schloß Karlsruhe
Schloßplatz
76133
Karlsruhe
Tel.:0721-9266800
4.
September 2011, 17:00 Uhr
Rathaus
der Stadt Kalkar im historischen Stadtkern